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Boston und English Toy Terrier Zucht Tomtel`s Home Über mich/About me Zuchtziel/Breeding Goal Info English Toy Terrier Boston Terrier Kontakt/Contact Impressum
Wissenswertes: Eine passionierte Hundezucht, gestützt durch eine Institution wie den Klub für Terrier e.V., einem Mitgliedsverein des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen e.V.), der wiederum Mitglied bei der FCI (Die Fédération Cynologique Internationale ist die Weltorganisation der Kynologie - Hundezucht) ist, kann nur funktionieren, wenn man sich den langjährig erarbeiteten Zuchtregularien unterwirft. Neben diesen Regularien ist es unumgänglich ganz viel Herzblut, Zeit, Liebe, Einfühlungsvermögen und nicht zuletzt auch finanzielle Mittel mit in eine solche Hundezucht einfließen zu lassen. Es gibt viele Bestimmungen, die wir als Züchter und die Zuchtstätten erfüllen müssen und nicht zuletzt werden die Hunde genau überprüft, ob sie den höchsten Ansprüchen für einen herausragenden Zuchthund Genüge leisten. Nur solche Hunde können die Rasse verbessern und weiter veredeln. Auch bei den English Toy Terriern und den Boston Terriern sind leider im Laufe der Zeit einzelne genetische Krankheiten aufgetreten, die es in jedem Fall gilt zu bekämpfen. Anschließend möchte ich Ihnen einige dieser Krankheiten nennen, die in der Vergangenheit schon hin und wieder einmal bei diesen wundervollen Rassen aufgetreten sind und wo ich als verantwortungsvoller Züchter gefragt bin, mein kynologisches Wissen einzubringen. Bei der Auswahl der Zuchthunde ist strengstens darauf zu achten, dass nur Hunde verpaart werden, die alle mir möglichen Voruntersuchungen (eigenverantwortlich weit mehr als die vorgeschriebenen Pflichtuntersuchungen) durchlaufen haben, um diese Krankheiten zu vermeiden. PPM Persistierende Pupillenmembran Entwicklungsstörung, bei der die Membran, aus der sich später die Iris formen soll, nicht richtig gebildet wird. Während der Entwicklung des Auges vor der Geburt wird die spätere Pupille von einem pigmentierten Gefäßgeflecht überzogen, welches sich ungefähr zum Zeitpunkt der Geburt zurückbildet. Bei ganz jungen Welpen, die eben erst die Augen geöffnet haben, sieht man oft noch feine Überreste dieses Geflechts. Wenn pigmentierte Gewebestränge auch noch später sichtbar sind, dann spricht man von persitierenden Pupillenmembranen. In der Regel haben sie keine oder nur geringfügige Auswirkungen auf das Sehvermögen des Hundes und treten auch bei verschiedenen Rassen sporadisch auf. PHPV/PHPV Persistierende hyperplastische primäres Vitreum/ Persistierende hyperplastische Tunica vasculosa lentis Bei dieser Erkrankung verbergen sich Gefäßreste aus der Embryonalentwicklung um die Linse herum. Normalerweise bilden sich diese embryonale Gefäße in den ersten Lebenswochen eines Welpen zurück. Bei erkrankten Hunden bleiben sie jedoch bestehen . Diese Gefäßreste gehen oft mit Trübungen der Linse oder Erkrankungen des Glaskörpers und der Netzhaut einher. Je nach Ausprägung wird die Erkrankung in Grad 1-6 eingeteilt, wobei Grad 2-6 in der Regel zum Zuchtausschluss führen. PRA Progressive Retinaatrophie Dies ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von Erkrankungen der Netzhaut. Ab einem bestimmten Alter stellt die Netzhaut ihre Funktion ein. Auf die Netzhaut fallende Lichtstrahlen werden dann nicht mehr an das Sehzentrum des Gehirns weitergeleitet. RD Retinadysplasie ist eine fehlerhafte Ausbildung der Netzhaut. Diese reicht von den einfachen Falten bis hin zu Ablösungen und Blutungen der Netzhaut. Milde Formen (Falten) gehen häufig ohne Beeinträchtigung des Sehvermögens einher, die schweren Formen führen jedoch zur Blindheit. PED Pigmentepitheldystrophie kommt fast ausschließlich in Grossbritanien vor. Dabei baut sich das Zentrum der Netzhaut ab, die Peripherie bleibt jedoch meist gesund. Aus diesem Grund erblinden die Tiere nicht vollständig. Möglicherweise ist die Erkrankung nicht im Erbgang verankert, sondern hat ihre Ursache in Ernährungsfehlern. PRA Retinal progressive Atrophie oder Netzhautdegeneration Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Netzhautdegenerationen, die alle zur Erblindung führen. Es gibt eine Frühform bei der die Hunde mit 12 Monaten erblinden. Sowie eine Spätform, wo Sehstörungen im Alter von 3-6 Jahren auftreten. Die letzte Form kommt häufig vor und wird rezessiv vererbt. Allel = jedes Gen besteht aus zwei Allelen, eins vom Vater und eins von der Mutter. PRA freie Hunde sind solche, von deren Eltern sie je ein gesundes Gen erhalten haben. Dabei können die Elterntiere trotzdem Trägertiere sein, mit je einem gesunden und einem defekten Gen. Die Welpen dieser Eltern erkranken nicht und geben das Gen auch nicht an ihre Nachkommen weiter. PRA Träger sind solche Hunde, die von ihren Eltern ein defektes und ein gesundes Gen erhalten haben. Das gesunde Gen ist dominant. Die Hunde erkranken und erblinden nicht. Als PRA Merkmalsträger bezeichnet man einen Hund der von beiden Elternteilen je ein defektes Gen vererbt bekommen hat. Diesen Hunden fehlt ein gesundes Gen und sie werden erblinden. Sie dürfen nicht zur Zucht eingesetzt werden. Patellaluxation das bedeutet eine Verlagerung der Kniescheibe aus der Gleitrinne im Oberschenkelknochen. Dies ist ein weit verbreitetes Problem vieler Zwerghunderassen. Die Ursache für diese Erkrankung ist nicht vollständig genetisch bedingt. Eine Erkrankung ist meist nicht von Geburt an vorhanden, sondern entwickelt sich während des Wachstums innerhalb des ersten Lebensjahres. Allerdings muss eine Veranlagung dazu gegeben sein und um dies auszuschliessen, müssen die zu verpaarenden Elterntiere nachweislich frei von dieser Krankheit sein. DCM Dilatative Kardiomyopathie ist eine Erkrankung des Herzmuskels. Eine Dilatative Kardiomyopathie ist gekennzeichnet durch eine herabgesetzte Kontraktilität des Herzens. Es liegt also eine Pumpschwäche der Herzmuskulatur vor. Das hat zur Folge, dass zu wenig Blut in den Blutkreislauf gelangt und und somit der Blutdruck sinkt. Dieser Blutdruckabfall aktiviert verschiedenen neurohormonelle Kompensationsmechanismen, mit denen der Körper versucht, durch Flüssigkeitsresoption in der Niere das Blutvolumen zu erhöhen. Dadurch steigt zwar der Blutdruck, das Herz kann aber die Mehrbelastung bedingt, durch das höhere Blutvolumen, nicht fertig werden. Es kommt zur Dilatation (auseinanderwachsen) der Herzmuskulatur. Häufig treten im Verlauf der Erkrankung auch Herzrhythmusstörungen auf, welche in einigen Fällen zum Herztod führen können. Es gibt eine juvenile Form der DCM, die Juvenile Dilatative Kardiomyophatie. Dies ist eine Form dieser Erkrankung, die vererbt wird und zum plötzlichen Herztod führen kann.
Sarcoptes Milbe oder Sarcoptesräude Die Sarcoptes Milbe lebt als Parasit in der Haut von Säugetieren, wo sie in der Epidermis Bohrgänge anlegen, in denen auch die Eiablage erfolgt. Die durch die Milbe hervorgerufenen Symptome sind beim Menschen auch als Krätze bekannt und sind durch starken Juckreiz und Krustenbildung gekennzeichnet. Demodex (Demodikose) Demodex kommt fast ausschließlich bei Hunden vor. Die Behandelung ist meistens sehr langwierig. In seltenen Fällen können auch Katzen befallen werden. Der Verursacher dieser Hauterkrankung ist die Demodex- oder Haarbalgmilbe. Meistens sind jüngere Tiere befallen, aber auch ältere Tiere können betroffen sein. Häufig wird die Infektion vom Muttertier auf die Welpen übertragen. Wahrscheinlich passiert dies in den ersten drei Tagen nach der Entbindung. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Welpen sich untereinander anstecken. Für Menschen ist diese Infektion nicht gefährlich. Es gibt verschiedene Arten von Milben. Die Gefürchteste ist die Haarbalgmilbe. Diese ist für uns nicht sichtbar und lebt in der Haut des Gastwirtes (in den Haarfollikeln). Unter dem Mikroskop sieht sie länglich aus und hat vier paar Beine. Damit gehört sie zur Gattung der Spinnen. Sie lebt von Hautpartikeln, Haarzellen und Blut. Die weibliche Milbe legt ihre Eier in der Haut des Gastwirtes ab. Die kleinen Milben schlüpfen innerhalb wenigen Tagen und sind nach 1-3 Wochen erwachsen.   Die Demodex-Milbe kommt hauptsächlich in den Haarfollikeln von kurzhaarigen, jungen Hunden vor. Meistens sind es Hunde zwischen 3 und 12 Monaten, bei denen man kahle Stellen am Kopf (um die Augen herum, am Mundwinkel), am Hals oder an der Innenseite der Vorderbeine sieht (lokaler Befall). Bei einer chronischen Infektion können am ganzen Körper gerötete, haarlose Stellen - auch mit Schuppenbildung- vorkommen (generalisierter Befall). Die Milbe kommt in geringer Anzahl bei jedem gesunden Hund vor. Sie kann nur Demodikose verursachen wenn der Hund ein geschwächtes Abwehrsystem hat. Es gibt eine juvenile  und eine adulte Demodikose. Hunde, die an der adulten Demodikose erkranken, sind ausnahmslos von der Zucht auszuschliessen.
Xanthinurie Xanthinurie ist eine Erkrankung, die bei Hunden sehr selten auftritt. Es gibt zwei Formen. Die erworbene Xanthinurie ist eine Komplikation der Allopurinolbehandlung. Diese Form tritt wesentlich öfter auf als der genetische Defekt, auch spontane Xanthinurie genannt. Der Enzymdefekt führt zur erhöhten Exkretion von Hypoxanthin im Urin. Xanthinsteine sind ovale, beige Steine, die sich auch bevorzugt im sauren Milieu bilden und sich im Harnleiter ablagern.
KEILWIRBEL Ein häufiges Problem der Bulldoggen sind Erkrankungen der Wirbelsäule. Keilwirbel gehören zu den angeborenen Missbildungen der Wirbelsäule. Neben anderen vererbten Missbildungen wie der Blockwirbel, Schmetterlingswirbel und Übergangswirbel sind sie die häufigste Form der mangelhaften Wirbelkörperausbildung beim Hund. Leider neigt die Französische Bulldogge zu Wirbelmissbildungen auf Grund ihrer Zucht! So z.B. der gewünschte gedrungene Körperbau, der Karpfenrücken, die kurze Rute, der kurze Hals, die kurze Rückenlinie und die kurzen Beine. Meist betroffene Rassen:     Mops     Englische Bulldogge     Französische Bulldogge     Boston Terrier Diese erbliche Erkrankung, deren Erbgang noch nicht zu 100% entschlüsselt ist, sollte züchterisch bekämpft werden. Juveniler Hereditärer Katarakt Die Katarakt (grauer Star) ist eine Erkrankung der Augenlinse, die zur Linsentrübung führt. Katarakt ist sehr oft auftretende erbliche Krankheit, die bei mehr als 70 Hunderassen vorkommt. In Zusammenhang mit den erblichen Formen der Katarakt bei Hunden wurden mehrere Vererbungsformen beschrieben. Die meisten Former der HC werden autosomal rezessiv vererbt, aber es gibt ebenfalls Formen, die autosomal dominant, bzw. polygenisch vererbt werden. Katarakte stellen die Hauptursache der Blindheit bei Hunden vor. Hereditäte Katarakte werden sehr oft als primäre Katarakte bezeichnet. Als sekundäre Formen werden Folgeerscheinungen anderer Augenerkrankungen, z.B. der progressiven retinalen Atrophie, des Glaukoms, retinaler Dysplasie, und anderer Stoffwechselstörungen, u.a. bezeichnet. Katarakte können auch in Folge einer Augenverletzung (traumatische Katarakt) oder als Alterserscheinung, so-genannte senile Katarakt auftreten. Erbliche Formen der primären Katarakt zeichnen sich durch ein rassenspezifisches Erscheinungsbild hinsichtlich des betroffenen Teils der Linse, des Alters beim Auftreten klinischer Erscheinungen, der Verlaufsgeschwindigkeit und des Grads der beidseitigen BetroffenheitHC bei Staffordshire Bullterriern, französischen Bulldoggen und Boston Terriern (beim Boston Terrier handelt sich es um juvenile Form der hereditären Katarakt; diese Form wird auch beim französischen Bulldogge vorausgesetzt) wird autsomal rezessiv vererbt. Die klinischen Symptome erscheinen im Laufe des ersten Lebensjahrs. Die Katarakt entwickelt sich immer in beiden Augen (so genannte bilaterale Katarakt). Die Erkrankung ist progressiv, d.h. dass sich die Krankheit mit dem Alter verschlechtert und endet mit vollständiger Erblindung im Alter von ungefähr drei Jahren.
Es ist lediglich vorgeschrieben vor der Zuchtzulassung eines English Toy Terriers eine Untersuchung auf Patellaluxation durchführen zu lassen. Zusätzlich lasse ich meine Hunde jährlich, von einem speziell auf die Augenkrankheiten geschulten Tierarzt, untersuchen. Eine Blutuntersuchung auf genetische Augenerkrankungen gibt es, aufgrund der geringen Population des ETT in Deutschland, leider noch nicht. Zur Zeit bemühen wir uns, mit in das Forschungsprogramm der Finnen integriert zu werden, die auf diesem Gebiet schon wesentlich weiter sind. Zusätzlich wird jeder meiner Hunde jährlich auskultativ vom Tierarzt auf mögliche Herzkrankheiten untersucht. Ich hoffe Ihnen einen, wenn auch trockenen, Überblick verschafft zu haben und bin der Meinung, auf jeden Fall auch die Interessenten meiner Welpen über dieses wichtige Thema ausführlich zu informieren.
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